In den Anfangsjahren des Automobils befanden sich die Kühlerdeckel außerhalb der Motorhaube, oberhalb des Kühlergrills. Diese Deckel waren oft mit einer Anzeige für die Kühlmitteltemperatur ausgestattet. 1912 erhielt die Boyce MotoMeter Company ein Patent für einen Kühlerdeckel mit einem für den Fahrer sichtbaren Thermometer. Dies war sehr nützlich, da viele Autos damals noch keine Wasserpumpe zur aktiven Zirkulation des Kühlmittels besaßen. Später wurde diese Anzeige ins Armaturenbrett verlegt, und die Zierelemente übernahmen fortan eher eine Design- und Marketingfunktion.
Thermostat an einem alten MG TD2.
Der fliegende Storch ist das Maskottchen von Hispano-Suiza und wurde von Frederick Bazin entworfen. Ursprünglich war er das Maskottchen der Staffel des französischen Fliegerhelden Georges Guynemer, der im Ersten Weltkrieg ein SPAD-Flugzeug mit einem Hispano-Suiza-V8-Motor flog.

Die Ornamente waren besonders von den 1920er- bis zu den 1950er-Jahren beliebt, und viele Marken boten mehrere dieser Maskottchen für alle an, die etwas Besonderes auf ihrer Motorhaube haben wollten. Die meisten Unternehmen, die solche Kunstwerke herstellten, existieren heute nicht mehr – mit einer Ausnahme. Louis Lejeune Ltd in England.
Die Gestaltung reichte von (Teilen) eines Logos oder Emblems bis hin zu vollständigen Kunstwerken, beispielsweise in Form eines Tieres oder eines Menschen. Manche Marken verwendeten abwechselnd verschiedene Ornamente, und auch ein festes Ornament änderte sich mitunter im Laufe der Jahre. Ein gutes Beispiel dafür ist das … Spirit of Ecstasy von Rolls-Royce, zu dem übrigens eine schöne Geschichte gehört.
Ornamente und rechtliche Beschränkungen
In vielen Ländern wurden im Laufe der Jahre Beschränkungen für die Anbringung von Dekorationen an der Fahrzeugfront eingeführt. Seit 1978 müssen alle Neufahrzeuge in der Europäischen Union einer EU-Richtlinie über hervorstehende Teile entsprechen. Man sieht sie an modernen Autos kaum noch, was unter anderem mit der Fußgängersicherheit zusammenhängt. Ein Anfahren ist schon unangenehm genug, aber anschließend von einem Zierelement in Form eines Pfeils, eines Windhundes oder eines Vogels aufgespießt zu werden, ist noch viel schmerzhafter.
Marken wie Mercedes-Benz und Rolls-Royce verwenden noch immer ein Emblem, doch die meisten Automarken setzen heutzutage auf ein solches Emblem. Das Emblem von Rolls-Royce ist nun an einem Federmechanismus befestigt, der es im Falle eines Unfalls sofort in das Kühlergehäuse zurückzieht. Der Mercedes-Benz-Stern klappt flach nach hinten auf die Motorhaube.































Ich suche einen einfachen, selbstklebenden Kühlergrillaufsatz für einen Dacia.
Suche nach einem Jaguar-Emblem aus den 1940er-1950er Jahren für die Motorhaube, Größe 25 cm