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kleine Kunstwerke auf der Motorhaube

von Frank | 7. September 2014 | Geschichten | 2 Kommentare

In den Anfangsjahren des Automobils befanden sich die Kühlerdeckel außerhalb der Motorhaube, oberhalb des Kühlergrills. Diese Deckel waren oft mit einer Anzeige für die Kühlmitteltemperatur ausgestattet. 1912 erhielt die Boyce MotoMeter Company ein Patent für einen Kühlerdeckel mit einem für den Fahrer sichtbaren Thermometer. Dies war sehr nützlich, da viele Autos damals noch keine Wasserpumpe zur aktiven Zirkulation des Kühlmittels besaßen. Später wurde diese Anzeige ins Armaturenbrett verlegt, und die Zierelemente übernahmen fortan eher eine Design- und Marketingfunktion.

MG TD2 ThermostatThermostat an einem alten MG TD2.

Der fliegende Storch ist das Maskottchen von Hispano-Suiza und wurde von Frederick Bazin entworfen. Ursprünglich war er das Maskottchen der Staffel des französischen Fliegerhelden Georges Guynemer, der im Ersten Weltkrieg ein SPAD-Flugzeug mit einem Hispano-Suiza-V8-Motor flog.

Alvis FA 12-50 1928Ein wunderschöner stehender Hase auf einer Alvis FA 12/50 aus dem Jahr 1928.

Die Ornamente waren besonders von den 1920er- bis zu den 1950er-Jahren beliebt, und viele Marken boten mehrere dieser Maskottchen für alle an, die etwas Besonderes auf ihrer Motorhaube haben wollten. Die meisten Unternehmen, die solche Kunstwerke herstellten, existieren heute nicht mehr – mit einer Ausnahme. Louis Lejeune Ltd in England.

Kühlerfiguren

Die Gestaltung reichte von (Teilen) eines Logos oder Emblems bis hin zu vollständigen Kunstwerken, beispielsweise in Form eines Tieres oder eines Menschen. Manche Marken verwendeten abwechselnd verschiedene Ornamente, und auch ein festes Ornament änderte sich mitunter im Laufe der Jahre. Ein gutes Beispiel dafür ist das … Spirit of Ecstasy von Rolls-Royce, zu dem übrigens eine schöne Geschichte gehört.

Ornamente und rechtliche Beschränkungen

In vielen Ländern wurden im Laufe der Jahre Beschränkungen für die Anbringung von Dekorationen an der Fahrzeugfront eingeführt. Seit 1978 müssen alle Neufahrzeuge in der Europäischen Union einer EU-Richtlinie über hervorstehende Teile entsprechen. Man sieht sie an modernen Autos kaum noch, was unter anderem mit der Fußgängersicherheit zusammenhängt. Ein Anfahren ist schon unangenehm genug, aber anschließend von einem Zierelement in Form eines Pfeils, eines Windhundes oder eines Vogels aufgespießt zu werden, ist noch viel schmerzhafter.

Marken wie Mercedes-Benz und Rolls-Royce verwenden noch immer ein Emblem, doch die meisten Automarken setzen heutzutage auf ein solches Emblem. Das Emblem von Rolls-Royce ist nun an einem Federmechanismus befestigt, der es im Falle eines Unfalls sofort in das Kühlergehäuse zurückzieht. Der Mercedes-Benz-Stern klappt flach nach hinten auf die Motorhaube.

Stutz Monte Carlo 1933Auffälliges Ornament an diesem Stutz Monte Carlo von 1933.

Hudson Deluxe Eight Cabriolet Coupé 1934Hudson Deluxe Eight Cabriolet-Coupé aus dem Jahr 1934.

Lincoln Continental 1942Lincoln Continental, Baujahr 1942. Als Fußgänger möchte man diesem Auto heutzutage nicht mehr begegnen.

Lincoln Modell KB Phaeton_1933Lincoln Modell KB Phaeton aus dem Jahr 1933.

Pierce-Arrow Series 80 Limousine, Baujahr 1927Logo-Verzierung an einer Pierce-Arrow Series 80 Limousine von 1927.


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2 Kommentare

  1. Paul Schreinemacher

    Ich suche einen einfachen, selbstklebenden Kühlergrillaufsatz für einen Dacia.

    antworten
  2. Daniels

    Suche nach einem Jaguar-Emblem aus den 1940er-1950er Jahren für die Motorhaube, Größe 25 cm

    antworten

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