Drei der wertvollsten viertürigen amerikanischen Nachkriegsmodelle werden dieses Jahr auf der Oldtimermesse in Iola, Wisconsin, ausgestellt: das Chevrolet Biscayne Concept Car von 1955, das LaSalle II Sedan Concept Car von 1955 und der Duesenberg-Prototyp von 1966. Zwei der Fahrzeuge wurden von ihrem eigenen Henker vor der Verschrottung gerettet.
Chevy Biscayne Konzeptfahrzeug von 1955.
Der Chevrolet Biscayne und die Limousine LaSalle II des Modelljahres 1955 wurden als Vorzeigemodelle für die General Motors Motorama-Tournee gebaut. Beide Modelle zeichneten sich durch ein einzigartiges Design und Merkmale aus, die einen Blick in die Zukunft gewährten. Der Biscayne war ein kompakter viertüriger Hardtop, der die Designsprache von Corvette und Corvair vorwegnahm. Das Modell verfügte über den neuen V8-Motor, den Chevrolet 1955 erstmals einsetzte, und war das erste Chevrolet-Konzeptfahrzeug, das nicht auf der Corvette basierte.
Die LaSalle II Limousine war ebenfalls ein viertüriges Hardtop mit gegenläufig öffnenden Fondtüren. Ihr futuristisches Design zeichnete sich durch Corvette-ähnliche Linien an den Seiten, große Fenster und einen experimentellen V6-Motor aus, der jedoch niemals Benzin verbrauchen sollte.

Nachdem der LaSalle II und der Biscayne der Öffentlichkeit präsentiert worden waren, kam General Motors auf die absurde Idee, die Fahrzeuge zu verschrotten, da diese Modelle ohnehin nie in Serie gehen würden. Der Schrottplatz, zu dem die Autos gebracht wurden, entschied sich jedoch anders und versteckte sie auf seinem Gelände. Der Besitzer des Schrottplatzes musste den Biscayne allerdings vor GM-Managern zerlegen, um sicherzustellen, dass die Fahrzeuge tatsächlich verschrottet würden. Dies reichte ihnen als Beweis, dass der Biscayne – trotz der Demontage – noch vollständig war, und der LaSalle II wurde verschont. So blieb der LaSalle II unversehrt, und der Biscayne wurde später wieder zusammengebaut.
Der Duesenberg Ghia von 1966.
Das dritte Unikat ist das 1966 von Ghia in Italien gebaute Duesenberg-Konzept. Das viertürige Hardtop wurde als Prototyp entwickelt, um den traditionsreichen Namen Duesenberg wieder ins Rampenlicht zu rücken. Das Fahrzeug war für seine Zeit imposanter und besaß, genau wie das Original, eine große, leistungsstarke und modifizierte Karosserie.
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