» Marken » Maserati » 2.0i / 2.24 V Tipo AM330/C / AM552 / AM562

Maserati 2.0i / 2.24v Tipo AM330/C / AM552 / AM562 (1981–1994)

Offiziell, die Maserati Biturbo Der Biturbo wurde erstmals am 14. Dezember 1981 vorgestellt und verlieh Maserati mit der Wiedereinführung der 2,0-Liter-Klasse neuen Schwung. Der Verkauf in Italien begann im April 1982.

Das Modell besaß eine kompakte viertürige Coupé-Karosserie, entworfen vom freiberuflichen Designer Pierangelo Andreani. Es war 4,15 Meter lang und hatte einen Radstand von 2,5 Metern. Der Innenraum war luxuriös und bot Platz für vier Personen in einem von Leder und Holz geprägten Ambiente.

Maserati BiturboMaserati Biturbo I

Geschichte und Hintergrund

Der Maserati Biturbo kam 1981 auf den Markt und gilt oft als das Auto, das Maserati rettete und beinahe ruinierte. Die Idee hinter dem Biturbo war genial: ein relativ kompaktes, erschwingliches Sportcoupé, das die Marke einem breiteren Publikum zugänglich machen sollte. Unter der Führung von Alejandro De Tomaso entschied sich Maserati für eine kühne Strategie: Anstatt teure, exklusive Modelle für eine Handvoll wohlhabender Kunden zu bauen, wollte man mit dem Biturbo gegen BMW und Mercedes antreten. Der Name ist Programm: Unter der Haube arbeitete ein V6-Biturbo-Motor – eine Premiere in Serienfahrzeugen.

Die Markteinführung war ein Riesenerfolg: Endlich konnte man einen Maserati fahren, ohne dafür ein Vermögen ausgeben zu müssen. Doch… schon bald erwies sich der Wagen als berüchtigt für seine fragwürdige Zuverlässigkeit. Von undichten Turboladern und störrischer Elektronik bis hin zu rostanfälliger Karosserie – der Biturbo erlangte schnell einen Ruf, der so manchen Besitzer zur Verzweiflung trieb. Man muss aber auch sagen: Wenn die Wagen funktionierten, fuhren sie sich fantastisch, mit reichlich Leistung und jenem wunderbaren Fahrgefühl, das nur ein italienischer Sportwagen vermittelt.

Maserati Biturbo I InterieurInnenraum der ersten Version

Design und Inneneinrichtung

Optisch war der Biturbo ein Kind der 80er-Jahre: kantige Linien, eine kompakte Karosserie und ein betont sachliches Profil. Die Karosserie wurde von Pierangelo Andreani entworfen und ähnelte eher einer italienischen Interpretation des BMW 3er als den extravaganten Maseratis der 70er-Jahre. Das Design war zurückhaltend, fast bescheiden, doch der große Kühlergrill mit dem Dreizack und die kraftvolle Statur verrieten, dass dies kein gewöhnliches Coupé war. Im Innenraum herrschte eine völlig andere Atmosphäre: Maserati verwöhnte den Biturbo mit Luxus. Man denke an Leder, Holz und eine Uhr im Uhrenstil auf dem Armaturenbrett, die inzwischen Kultstatus erreicht hat. Wo die deutsche Konkurrenz auf Solidität und Schlichtheit setzte, wählte Maserati Glamour und Flair.

Modellvarianten

Der Biturbo bildete die Basis für eine ganze Modellreihe: vom ursprünglichen Coupé über Limousinen und Cabriolets bis hin zu Sondermodellen. Varianten wie der Biturbo S (mit Ladeluftkühler), der Biturbo Si, der Biturbo 222 und der Biturbo Spyder wurden eingeführt. Tatsächlich wurde der Biturbo in den 80er- und frühen 90er-Jahren zum zentralen Element, an dem Maserati alle seine Modelle aufbaute.

Biturbo original (1981–1983) — der Pionier:

Die erste Biturbo-Version wurde im Dezember 1981 als zweitüriges Coupé vorgestellt. Sie war mit einem 2,0-Liter-V6-Biturbo-Motor ausgestattet, der etwa 185 PS leistete.

Biturbo S (1982–1985) – die sportlichere Version:

1983 verfügte der leistungsstärkere Biturbo S über zwei Ladeluftkühler, erkennbar an den zwei NACA-Lufteinlässen auf der Motorhaube. Die Leistung betrug etwa 220 PS.

Biturbo i / Si (1986–1988) — Kraftstoffeinspritzung:

In den Jahren 1986 und 1987 wurden beide Versionen mit einer Kraftstoffeinspritzung ausgestattet und hießen fortan Biturbo i und Biturbo Si.

222 / 222E (1988–1993) — nach der Neugestaltung:

Unter der Haube des Maserati 222 E arbeitete ein 2.790 cm³ großer V6-Biturbo-Motor mit 225 PS bei 5.500 U/min, der dem Wagen eine Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h ermöglichte. Die Produktion des Maserati 222 E lief von 1988 bis 1993; insgesamt wurden 722 Exemplare dieses Modells gefertigt. 

222 SE / SR (1991–1993) — endgültige Entwicklung:

1991 erhielt der 222 SE ein Facelift mit neuen Scheinwerfern, einem Kühlergrill, Siebenspeichen-Leichtmetallfelgen und einem neuen aerodynamischen Spoiler am unteren Rand der Windschutzscheibe. Diese überarbeitete Version wurde als 222 SR bezeichnet. Zu den technischen Neuerungen des 222 SR gehörte das optional erhältliche, neu entwickelte „intelligente“ Fahrwerk. 

2.24v (1990–1994) — Coupé der Spitzenklasse:

Alle Maserati-Modelle von der Einführung des Biturbo im Jahr 1981 bis 1997 basierten auf der ursprünglichen Biturbo-Architektur, einschließlich der Coupés wie dem 2.24v. Der 2.24v hatte 24 Ventile (4 pro Zylinder) und war das leistungsstärkste Biturbo-Coupé-Modell.

Maserati Biturbo I MotorDer V6 des Maserati Biturbo I

Als Antrieb diente ein für ein Straßenfahrzeug einzigartiger V6-Biturbo-Motor. Die 1995-cm³-Version leistete 180 PS und war für den hochbesteuerten Inlandsmarkt bestimmt, während ein 2491-cm³-Motor mit 190 PS den Exportversionen vorbehalten war. Die zweite Serie wurde im Juli 1985 vorgestellt. Insgesamt wurden 9.206 Einheiten der ersten und zweiten Serie gebaut.

Der Maserati Biturbo war das erste Serienfahrzeug mit einem Biturbo-Motor. Eine technologische Pionierleistung, die die Automobilwelt grundlegend veränderte – praktisch jeder moderne Turbomotor basiert auf dem Konzept, das Maserati 1981 vorstellte.

Alle Maserati-Modelle von 1981 bis 1997 basierten auf der ursprünglichen Biturbo-Architektur. Sechzehn Jahre lang wurde dieselbe Basisplattform genutzt – länger als die meisten Konkurrenten jemals auf einer einzigen Plattform blieben.

Maserati Biturbo E

Der Biturbo E wurde für Exportmärkte produziert (daher das „E“) und war mit einem 2,5-Liter-Motor ausgestattet. Der 2,0-Liter-Motor war für den heimischen Markt bestimmt, da Fahrzeuge mit großen Motoren dort stark besteuert wurden. Abgesehen vom Motor entsprach der Biturbo E der Standardversion. Insgesamt wurden 4.577 Exemplare gebaut.

Wettbewerber

Der Maserati Biturbo musste sich in den höheren Fahrzeugklassen gegen Konkurrenten wie den BMW 3er (E30), den Mercedes-Benz 190 (W201) und, in gewissem Maße, den Jaguar XJ-S behaupten. Theoretisch bot der Maserati mehr Eleganz, doch in der Praxis punkteten die Deutschen oft mit ihrer Zuverlässigkeit.

Der Biturbo war offiziell das weltweit erste Serienfahrzeug mit Doppelturbo-System. Damit war Maserati technisch anderen Marken voraus, die später ebenfalls mit Doppelturbos prahlten. Doch die berühmte Uhr im Armaturenbrett erwies sich oft als das zuverlässigste Bauteil des gesamten Wagens.

Der Maserati Biturbo wurde über die Jahre weiterentwickelt und brachte zahlreiche Nachfolger innerhalb derselben Familie hervor, wie den 222, den 430, den Shamal und schließlich den Ghibli II. Man könnte sagen, dass der Biturbo eher eine Plattform als ein einzelnes Modell war.

Modellinformationen

MarkeMaserati
Modell2.0i / 2.24 V Tipo AM330/C / AM552 / AM562 (1981–1994)
LandItalien
Produktion starten1981
Produktionsende1998
(Geschätzte) Produktionsmenge18.000
Getriebe5- oder 6-Gang-Schaltgetriebe, 3-Gang-Automatikgetriebe
Motorspezifikation6-Zylinder (V6) 2.0 l, 2.8 l
BrennstoffBenzin
KörperformZweitüriges 2+2 Coupé / Stufenheck

Topmodel-Performance

TopmodelMaserati 2.24v
(Geschätztes) Gewicht1350 kg
Leistung245 pk
Drehmoment310 Nm
Höchstgeschwindigkeit240 km / h
Beschleunigung 0-1005.8 Sek.





WÄHLEN SIE EINE DER 200 MARKEN

MASERATI MODELLE

MASERATI 2.0I / 2.24V TIPO AM330/C / AM552 / AM562 (1981–1994) GENERATIONEN


WÄHLE EINE SPRACHE


NEUE HINZUFÜGUNGEN

PajeroKaFest mk4Fest mk3Fest mk2Passat B5Passat B3/B4Polo III / Typ 6NCapri Mk3


SPEZIALISTEN

Ad van der HorstWitmer & OdijkMuscle-Car-GarageAuto ForzaLagerung in der GlühbirnenregionKlassischer Lancia

FOLGEN SIE UNS AUCH AUF