Fiat Cinquecento
De Fünfhundert Er kam 1992 als Nachfolger des in die Jahre gekommenen Fiat 126 auf den Markt. Der von Giorgetto Giugiaro entworfene Kompaktwagen war ausschließlich als dreitürige Schräghecklimousine erhältlich und für seine Zeit recht fortschrittlich: Er verfügte über Einzelradaufhängung, Scheibenbremsen vorn, Seitenaufprallschutz und Knautschzonen. Zudem gab es zahlreiche Sonderausstattungen wie Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber, Schiebedach und Klimaanlage.
Fiat Cinquecento
Geschichte und Hintergrund
Der Fiat Cinquecento wurde 1991 als Nachfolger des Fiat 126 und im Grunde als moderne Hommage an den ursprünglichen Fiat 500 vorgestellt. Fiat wollte einen kompakten Stadtflitzer bauen, der erschwinglich, sparsam und gleichzeitig charmant sein sollte – und das gelang ihnen. Der Cinquecento war klein genug, um quer über die Straße in Polen zu parken, aber groß genug, um mit drei Freunden und einem Kasten Bier zum Strand zu fahren (vorausgesetzt, alle waren bereit, ihre Knie zu opfern).
Der Wagen wurde in Turin entworfen, aber im polnischen Tychy gebaut, wo Fiat ein Werk betrieb, das sich über Jahre hinweg zu einem der führenden Automobilhersteller Europas entwickelte. Der Cinquecento war für den europäischen Massenmarkt konzipiert und bot genau das, was Anfang der 90er-Jahre gefragt war: Einfachheit, Wirtschaftlichkeit und einen Hauch italienischen Flairs.
Die Einführung des sportlichen Cinquecento Sporting im Jahr 1994 verlieh dem Modell ein völlig neues Image. Plötzlich zeigte der freche kleine Stadtflitzer eine sportliche Seite – mit markanten Stoßfängern, Sportsitzen und einem Motor, der richtig Gas geben wollte. Mit dieser Version bewies Fiat, dass selbst 1100 cm³ Hubraum ausreichen können, um Fahrspaß zu bieten.

Design und Inneneinrichtung
Vom Design her war der Cinquecento typisch für die 90er: kantig, funktional und niedlich, ohne übertrieben zu wirken. Fiat hatte sich von den runden Linien des Panda inspirieren lassen und sich für eine minimalistische Würfelform entschieden, die ihn sofort wiedererkennbar machte. Die kurzen Überhänge und die hohe Dachlinie sorgten für überraschend viel Platz im Innenraum – außer man saß hinten, denn da wusste man sofort, wie sich ein zusammengeklapptes Schweizer Taschenmesser anfühlt.
Der Innenraum war zwar einfach, aber freundlich. Ein schlichtes Armaturenbrett mit großen, übersichtlichen Knöpfen, Stoffsitze, die zwar etwas nach Pappe aussahen, aber trotzdem jahrelang hielten, und ein schnörkelloses Lenkrad. Zum Glück bot die Sporting-Ausstattung etwas mehr Atmosphäre: Sportsitze, einen Drehzahlmesser (ja, wirklich!) und rote Akzente, die signalisierten, dass man in einem hochwertigen Fahrzeug saß.
Der Innenraum war also nicht luxuriös, sondern ehrlich. Alles, was man brauchte, war vorhanden, und nichts lenkte vom eigentlichen Spaß ab: Lenken, Schalten und Lachen.

Modellvarianten
Den Fiat Cinquecento gab es in verschiedenen Ausführungen, vom sparsamen Einkaufswagen bis zum Mini-Sportwagen:
- Cinquecento 700 – die Originalversion mit dem alten 704-cm³-Zweizylinder aus der 126er. Mehr Nostalgie als Geschwindigkeit.
- Cinquecento 900 / 900i – zuverlässiger und etwas leistungsstärker, mit einem modernen Vierzylinder.
- Cinquecento Suite / Soleil – luxuriösere Varianten mit elektrischen Fenstern, Schiebedach oder farblichen Akzenten.
- Cinquecento Sporting – das Topmodell mit 1.1-FIRE-Motor, Sportfahrwerk und robusten Stoßstangen.
Das Topmodell war der Cinquecento Sporting von 1994 mit einer Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h und einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 13,8 Sekunden. Zugegeben, er war kein Kampfjet, aber er fühlte sich schnell an – und das ist mindestens genauso wichtig. Dank seines geringen Gewichts (etwas über 730 Kilo) und des kurzen Radstands fuhr sich der Sporting wie ein Go-Kart durch ein Wohngebiet.
Wettbewerber
Der Fiat Cinquecento konkurrierte mit Modellen wie dem Peugeot 106, Renault Twingo, VW Lupo, Opel Corsa A und Suzuki Swift. Doch keines dieser Autos besaß diesen frechen, fast trotzigen Charakter. Der Cinquecento gab sich nicht als etwas anderes aus: Er war klein, leicht und einfach fröhlich.
De Fiat Seicento Ab 1998 übernahm dann das Modell die Führung. Technisch nahezu identisch, aber mit runderen Linien und einem moderneren Interieur. Viele Fans empfanden es als weniger charmant – als hätte Fiat ein Lächeln gegen einen neutralen Gesichtsausdruck eingetauscht.
Modellinformationen | |
| Marke | Fiat |
|---|---|
| Modell | Fünfhundert |
| Land | Italien |
| Produktion starten | 1992 |
| Produktionsende | 1998 |
| (Geschätzte) Produktionsmenge | 1.164.000 |
| Getriebe | 5-Gang-Schaltgetriebe, Automatikgetriebe mit CVT-Getriebe |
| Motorspezifikation | 2-Zylinder 0.7 l, 4-Zylinder 0.9 l, 1.1 l |
| Brennstoff | Benzin |
| Körperform | 3-türiger Schrägheckwagen |
Topmodel-Performance | |
| Topmodel | Fiat Cinquecento Sporting (1994) |
| (Geschätztes) Gewicht | onbekend |
| Leistung | 54 pk |
| Drehmoment | 88 Nm |
| Höchstgeschwindigkeit | 150 km / h |
| Beschleunigung 0-100 | 13.8 Sek. |
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