Audi S2 / RS2 Avant (1990–1996)
De Audi RS Avant 2 Der P1 ist eine leistungsstarke Version des Audi 80 Avant Kombis, die von März 1994 bis Juli 1995 produziert wurde. Das Modell, ein Gemeinschaftsprojekt von Audi und Porsche, basierte auf Audis B4/8C-Plattform und erhielt intern die Bezeichnung P1. Es war mit der stärksten Version von Audis Fünfzylinder-Turbomotor ausgestattet. Es ist Audis erstes „RS“-Modell und zugleich der erste leistungsstarke Avant der Marke.
Audi RS 2, Baujahr 1994, in der typischen blauen Farbe
Geschichte und Hintergrund
Audi bot den S2 seit 1990 als erstes straßenzugelassenes Sportmodell mit einem „S“ im Modellnamen an. Neben dem S2 Coupé, das in den Verkaufsbroschüren als offizieller Nachfolger des legendären quattro Coupés präsentiert wurde, gab es auch die S2 Limousine und den S2 Avant.
Der Audi S2 ist das erste Fahrzeug der Audi S-Reihe. Ein historischer Meilenstein: Das S-Emblem, das Audi bis heute für seine sportlichen Modelle verwendet, hat hier, mit dem S2 von 1990, seinen Ursprung. (Automobilkatalog)
Aufgrund der anhaltenden Kundennachfrage beschloss das Team in Ingolstadt, eine noch leistungsfähigere Version zu entwickeln.
Zur gleichen Zeit befand sich der Sportwagenhersteller Porsche in einer schwierigen Lage. Die Produktionslinien für den 911 (964), 968 und 928 GTS waren aufgrund der geringen Nachfrage unterbesetzt. Daher war die Anfrage der Audi-Ingenieure nach einer Entwicklungskooperation zur Schaffung des bis dato leistungsstärksten Audis willkommen.
Der RS2 Avant ist Audis erstes „RS“-Modell und der erste Hochleistungs-Avant. RS stand für Rennsport – ein Name, der sich seither zum begehrtesten Abzeichen in der Audi-Welt entwickelt hat.
Audi RS2 Avant Interieur
Design und Inneneinrichtung
Äußerlich ließen sich ein normaler 80 Avant und der RS2 nur anhand weniger Details unterscheiden. Die Porsche-Felgen, die Außenspiegel und der große Frontstoßfänger waren die eindeutigen Erkennungsmerkmale. Am Heck gab es einen größeren Stoßfänger und eine breite rote Blende, die die Rückleuchten verband.
Im Innenraum befanden sich Recaro-Sportschalensitze mit hohen Seitenwangen und blauem Alcantara-Bezug. Das Sportlenkrad war Bestandteil des damaligen Audi Procon-ten Sicherheitssystems, das durch Zurückziehen der Lenksäule und Straffen der Sicherheitsgurte bei einem Unfall für erhöhte passive Sicherheit sorgte. Dies war die Zeit, bevor Airbags Pflicht wurden.
Modellvarianten
S2 Coupé (1990–1995) — der Pionier:
Vom S2 Coupé wurden 7.370 Exemplare gebaut. Dreitürige Schrägheckkarosserie auf Basis der B3/B4-Plattform, 220–230 PS starker Fünfzylinder-Turbomotor. 1993 wurde der S2 überarbeitet und erhielt einen neuen, in die Motorhaube integrierten Kühlergrill. Von diesem Jahr bis zum Produktionsende 1996 wurde er neben der limitierten Limousine und dem Avant angeboten.
S2 Limousine (1993–1994) – die seltene Version:
Es wurden nur 306 S2 Limousinen gebaut. Eine viertürige Limousine auf derselben Plattform – die seltenste S2-Variante und daher bei Sammlern am begehrtesten.
S2 Avant (1993–1995) — der praktische Sportwagen:
Vom S2 Avant wurden 1.812 Exemplare gebaut. Fünftüriger Kombi auf der B4-Plattform, gleicher Antrieb wie das Coupé. Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 6,1 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 242 km/h.
RS2 Avant (1994–1995) – das absolute Topmodell:
Gemeinsam als Joint Venture zwischen Audi und Porsche Auf Basis der Audi-Plattform B4/8C erhielt er die interne Bezeichnung P1. Das Fahrzeug wurde im Porsche-Werk in Stuttgart-Zuffenhausen montiert und erhielt dadurch die Fahrgestellnummer WAC…
Technisch gesehen nutzten sie den 2,2-Liter-Fünfzylinder-20-Ventil-Motor aus dem S2 als Basis und steigerten die Leistung durch einen neuen Turbolader, einen vergrößerten Ladeluftkühler und einen modifizierten Ansaugkrümmer.
Der RS2 Avant beschleunigte in 1,5 Sekunden von 0 auf 48,2 km/h und war damit schneller als der schnellste Supersportwagen jener Zeit, der McLaren F1. Ein Kombi, der schneller beschleunigte als ein McLaren F1 – der wohl erstaunlichste Leistungsvergleich in der Automobilgeschichte der 90er-Jahre.
Alle RS2 wurden vollständig im Porsche-Werk in Zuffenhausen gefertigt und sind an der WAC…-Fahrgestellnummer erkennbar. Ein Audi mit Porsche-Fahrgestellnummer – die wohl ungewöhnlichste Fahrzeugidentifikationsnummer in der Geschichte des Volkswagen-Konzerns.
Der RS2 begründete das RS-Emblem, das Audi bis heute für seine sportlicheren Modelle verwendet. Ohne den RS2 gäbe es weder den RS4, RS6 noch den RS e-tron GT. Der unauffällige Kombi von 1994 schuf eine Tradition, die auch über dreißig Jahre später noch fortwirkt.
Das RS-Emblem, das noch immer bei den schnellsten Audis verwendet wird
Wettbewerber
Der S2 und der RS2 konkurrierten im Segment der leistungsstarken Kompaktsportwagen. Direkte Konkurrenten waren:
- BMW M3 E36 (sportlicher, aber ohne Allradantrieb)
- Mercedes-Benz 190E 2.5-16 Evo
- Ford Escort RS Cosworth
- Lancia Delta HF Integrale Evoluzione
Nachfolgemodell
Der direkte Nachfolger des S2 war der Audi S4 B5 aus dem Jahr 1997. Der RS2 wurde im Jahr 2000 vom RS4 B5 abgelöst – ebenfalls auf der B5-Plattform basierend und mit einem 2,7-Liter-V6-Biturbomotor mit 380 PS ausgestattet. Damit wurde die mit dem RS2 begründete RS-Tradition endgültig fester Bestandteil der Audi-Modellpalette.
Modellinformationen | |
| Marke | Audi |
|---|---|
| Modell | S2 / RS2 Avant (1990–1996) |
| Land | Deutschland |
| Produktion starten | 1990 |
| Produktionsende | 1996 |
| (Geschätzte) Produktionsmenge | 9.488 |
| Getriebe | 5- oder 6-Gang-Schaltgetriebe |
| Motorspezifikation | 5-Zylinder 2.3-Liter-Turbomotor |
| Brennstoff | Benzin |
| Körperform | Dreitüriges Coupé mit Heckklappe, viertürige Limousine, fünftüriger Avant/Kombi |
Topmodel-Performance | |
| Topmodel | Bevor Audi RS2 |
| (Geschätztes) Gewicht | 1595 kg |
| Leistung | 315 pk |
| Drehmoment | 410 Nm |
| Höchstgeschwindigkeit | 262 km / h |
| Beschleunigung 0-100 | 4.8 Sek. |
Fehlen Ihnen Informationen, haben Sie einen Fehler entdeckt oder kennen Sie vielleicht eine schöne Geschichte zu diesem Modell?
Kontaktieren Sie unsDas wissen wir sehr zu schätzen!















